Freitag, 18. August 2017

Barcelona: False-Flag-Terror nach bewährtem Muster / Quittung für Spaniens Verweigerung beim US-Bombardement in Syrien?



Gegen 17 Uhr Ortszeit am gestrigen Donnerstag (17.08.17) rast ein weißer Lieferwagen auf Barcelonas beliebter Flaniermeile Las Ramblas in eine Menschenmenge. Nach Angaben der Regionalregierung von Katalonien werden mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt. Außerdem soll am Abend im 100 km entfernten Cambrils noch ein Anschlag geplant gewesen sein, aber die Polizei war hier erstaunlich schnell und erschoss mindestens 4 der vermeintlichen 5 „Verdächtigen“, die etwas vorgehabt haben sollen. Auch der angeblich immer noch gesuchte Täter (=Fahrer?) aus Barcelona soll unter den Erschossenen sein.

Ereignis oder Medienereignis?

Erschießen ist immer gut, dann gibt’s keine dummen Fragen oder unangenehme Gerichtsverfahren. Ob wirklich in Cambrils etwas geplant war, weiß keiner, denn zur Ausführung kam ja nichts.  Ob und wer wirklich von der Polizei erschossen wurde, kann auch niemand prüfen. Alles könnte auch erfunden oder von crisis actors gestellt worden sein. Dazu passt, dass laut katalanischem Innenministerium die Sprengstoffgürtel der vermeintlichen Täter nur Attrappen waren (Quelle: t-online, 18.08.17). Wer weiß, was da noch alles nur Attrappe war?

Warum war die Polizei eigentlich schneller in Cambrils, als die Polizei erlaubt? Und warum musste die Polizei dort anschließend noch „kontrollierte Sprengungen“ durchführen, wenn schon die Sprengstoffgürtel nur Attrappen waren? Solche bislang nie erklärten „kontrollierten Sprengungen“ gab es auch schon bei anderen stark False-Flag-verdächtigen Anschlägen, z.B. in Manchester oder London. Müssen da noch ein paar Bömbchen unschädlich gemacht werden, die nicht mehr gebraucht werden, weil schon alles geritzt ist?

Die Zahl der Toten und Verletzten auf der Las Ramblas hat sich seit gestern Nachmittag auffallend stark erhöht. Da stellt sich schon rein physisch die Frage, ob ein Kleintransporter (kein Panzer oder LKW!) überhaupt so viele Menschen überfahren oder anfahren kann, ehe er zwangsläufig zum Stillstand kommen muss? 

Die Frage lautet also gleich zu Beginn: Was von all dem ist ein reales Ereignis und was ein Medienereignis? Die Flut der Bilder, der Live-Reportagen und der hysterischen Schlagzeilen, die schon wenige Minuten danach unisono über alle Kanäle gingen, muss den aufmerksamen Beobachter misstrauisch machen. Denn dieser Medienhype ist ein typisches Kennzeichen, das wir in der Vergangenheit immer wieder bei solchen Gelegenheiten aufgeführt bekamen und immer wieder stellte sich heraus, dass hinter den Anschlägen nicht das steckte, was der Medienhype uns propagierte.

Islamischer Terror zum Schaden des Islam?

Und es gibt auch in Barcelona weitere typische Kennzeichen, die für Terror unter falscher Flagge (false flag) sprechen. Das macht die Toten nicht wieder lebendig, sofern das Ganze nicht wie in Brüssel wieder eine Anti-Terror-Übung mit Krisendarstellern war. Aber das Grauen einer solchen Bluttat ist die emotionale Seite, die von den Medien bewusst in den Vordergrund gestellt wird, um Trauer und Wut zu erzeugen und auf das gewünschte Ziel zu richten: Den bösen Islam. Ersatzweise den bösen Russen, aber vorerst sind wir beim Islam. Das Problem dabei: Rational können uns die Medien das einfach nicht plausibel machen, denn warum sollten echte Islam-Anhänger im Namen ihrer Religion solche Bluttaten begehen? Sie würden dem Ansehen ihres Glaubens ja nur schaden, während der Nutzen ganz auf Seiten der Islam-Feinde (USA, Israel, Zionisten) stünde.

Terror im Namen des Islam macht also keinen Sinn für diejenigen, die tatsächlich einen islamischen Staat errichten wollen. Was auch keinen Sinn macht: Die Opfer sind immer Zivilisten, harmlose Passanten, teilweise sogar muslimische Menschen, weil niemand vorher wissen kann, wer sich alles in so einer Menschenmenge befindet. Motiv und Auswahl der Opfer passen also nicht in die offizielle Version des immer wiederkehrenden Gebets vom „islamistischen Terror“. Das ist ein weiteres Kennzeichen, das auf eine False-Flag-Operation hindeutet. Auch in Barcelona und Cambrils.

Ein Klassiker: Täter-Papiere am Tatort

Das nächste untrügliche Kennzeichen: Im Tatfahrzeug wurde ein spanischer Pass gefunden. Das ist der Klassiker unter den Fakes: Es müssen irgendwo Identitätspapiere hinterlassen werden, damit die Polizei auch ganz sicher nicht in eine andere (unerwünschte) Richtung ermittelt. Am 11. September 2001 fielen Täterpapiere aus dem ins WTC eingeschlagenen Flugzeugkörper durch die brennenden Türme hindurch unversehrt auf die Straße, wo sie zufällig ein Passant aufhob. In Berlin hatte der später zum Schweigen gebrachte, pardon auf der Flucht erschossene, angebliche Täter Anis Amri seine Papiere sorgfältig im Tatfahrzeug hinterlegt. Gleiches geschah in Nizza und nun auch in Barcelona. Wo Papiere sind, braucht`s keine Beweise mehr?

War alles sein Bruder? Und warum verpfeift er ihn dann?


Wessen Papiere die Polizei im Kleintransporter auf der Las Ramblas gefunden haben will, wird bislang nicht verraten. Waren es rein zufällig die Papiere von Driss Oukabir Soprano, der kurz danach als „identifiziert“ bekanntgemacht wurde? Oder waren es die Papiere seines Bruders Moussa, den Driss laut Medienversion bei der Polizei angeschwärzt haben soll, er habe dessen Identität gestohlen, um das Tatfahrzeug anzumieten?

Irgendwer erzählt uns hier doch Driss, also Scheiße, wie der Kölner sagen würde. Gerade solche arabisch-muslimischen Sippen sind dafür bekannt, dass sie ihre Familienangelegenheiten ohne Polizei regeln und sich ganz sicher nicht gegenseitig bei den Bullen verpfeifen. Diese Story ist entweder erfunden oder es steht ganz einfach im Drehbuch, dass auch der Name Moussa fallen muss. Ob es die beiden überhaupt im echten Leben gibt, ob sie so heißen oder ob sie eigentlich ganz andere Leute sind, die auf eine Rolle vorbereitet wurden, kann niemand prüfen.

Terror oder Drogenkrieg?

Wenn so ein Anschlag gerade begangen wurde und die Polizei noch ganz am Anfang steht, aber trotzdem schon sofort weiß, dass es ein „Terroranschlag“ war, dann ist das ein weiteres typisches Kennzeichen einer False-Flag-Operation. Denn gestern um 17:48 Uhr tappte die Polizei noch im Dunkeln. Im Gegensatz zur Tickermeldung bei t-online hieß es knapp eine Stunde später bei n-tv in einer Live-Berichterstattung nämlich noch, dass nicht klar wäre, ob es ein „Terroranschlag“ sei, dass die Polizei noch nichts bestätigt hätte und dass die örtliche Polizei sogar einen Zusammenhang mit dem Drogenmilieu vermutet. Der Drogenhinweis war sehr interessant, wurde aber nur einmal kurz erwähnt, danach überhaupt nicht mehr.

Wenn sich der „IS“ bekennt…

Man hätte fast die Uhr danach stellen können: Es dauerte nicht lange, bis ein paar Stunden nach dem Attentat in Barcelona die unvermeidliche und langersehnte Bestätigung des „IS“ (oder ISIS) kam, dass sich natürlich der „IS“ (oder ISIS) zum Anschlag bekenne. Belege dafür bleibt der ominöse „IS“ und dessen ebenso ominöse, im Netz nicht auffindbare Presseagentur „Amaq“ wie immer schuldig. Auch das ist ein typisches Kennzeichen: Der „IS“ (oder ISIS) bekennt sich zur Tat, tut es aber erst, wenn es durch die Medien ging und weiß dann auch nicht mehr, als das, was bereits durch die Medien ging. Meist werden dann irgendwelche dubiosen Videos als „Beweise“ nachgeschoben, auf denen in der Regel a) kaum was zu erkennen ist, b) der eindeutige Zusammenhang fehlt und c) die kein explizites Täterwissen enthalten.

Besonders interessant ist, dass sich „Amaq“ nie überprüfbar selbst zu Wort meldet, sondern nur über Umwege seine Botschaften verlauten lassen kann. Diese Umwege führen ausgerechnet über US-amerikanische Organisationen, die per se aus Gründen des Interessenskonfliktes nicht als glaubwürdig angesehen werden können. Auch für Barcelona musste eine US-Organisation zwischengeschoben werden: Dass der „IS“ (oder ISIS) für Barcelona die Verantwortung übernehmen will, „erklärt das IS-Propagandasprachrohr Amaq laut einer Mitteilung des US-Unternehmens Site, das auf islamistische Websites spezialisiert ist.“ (Quelle: Watson.ch, 18.08.17).

Wer ist wohl das wahre Sprachrohr des IS?


Im Bunde mit US-Denkfabriken

Eine zweideutige Aussage: Ist die sog. „Non Governmental“-Organisation Site Intelgroup darauf spezialisiert, „islamische Websites“ zu suchen und auszuwerten oder vielleicht eher darauf, solche Fake-Sites zu erschaffen? Ist die Site Intelgroup vielleicht das eigentliche Sprachrohr des „IS“ (oder ISIS), der bekanntlich vom US-Geheimdienst CIA überhaupt erst aufgebaut, bewaffnet und finanziert wurde? Die Vermutung eines Fakes drängt sich hier förmlich auf, denn Chefin der Site Intelgroup ist die US-Polit-Propagandistin Rita Katz, die beste Kontakte zu CIA und FBI pflegt. Katz fiel bereits mehrfach für Fälschungen im Zusammenhang mit dem „IS“ (oder ISIS) auf, z.B. bei der frei erfundenen „Enthauptung“ des US-Journalisten James Foley durch den „IS“ (Quelle: intellhub.com). Auch die mächtigste Denkfabrik der USA, die seit dem II. Weltkrieg berüchtigte RAND Corporation, mischt in Person von Bruce Hoffman bei Site Intelgroup mit, was sich entsprechend politisch auswirken muss. Nicht ohne Grund gilt RAND als „die Denkfabrik, die Amerika kontrolliert“.

Das vermeintliche Tatbekenntnis beruht also auf der Aussage von notorischen Lügnern und Fälschern aus den USA, die dafür bezahlt werden, den globalen „Krieg gegen den Terror“ zu inszenieren, was bekanntlich mit 9/11 in New York begann. Dieses Tatbekenntnis ist also völlig wertlos. So wertlos wie jedes andere Tatbekenntnis, dass angeblich vom „IS“ stammen soll. IS, CIA, RAND, SITE – alles kommt aus der gleichen geostrategischen Ecke.

Ein Bild geht um die Welt…


Da passt auch das nächste typische Kennzeichen ins Bild: Schon kurz nach der Tat wird ein Bild von Driss Oukabir Soprano um die ganze Welt geschickt. Woher stammt dieses Bild? Es macht nicht den Eindruck, als wäre es erst nach der Festnahme in Barcelona aufgenommen worden. Es wurde ja auch schon vor Bekanntgabe der Festnahme verbreitet. Es sieht aus wie ein Bild, das von einem Beamer auf eine Leinwand geworfen wird. Vielleicht bei einer dienstlichen Besprechung? Wie kam die „Guardia Civil“ als angebliche Quelle des Fotos an diese Aufnahme? Zu welchem Zeitpunkt vor dem Anschlag wurde sie gemacht und warum? Wußte jemand vorher schon, dass ein solches Bild bald gebraucht würde?

Verdächtige Sperrungen auf Facebook und Twitter

Parallel zur Verbreitung des Bildes eines „Verdächtigen“ verschwanden auffallend schnell der Facebook-Account und der Twitter-Account von Driss Oukabir Soprano. Auch das kennen wir schon von anderen False-Flag-Anschlägen: Sobald „Verdächtige“ in den Medien namhaft gemacht werden (sollen), verschwinden deren Konten auf „sozialen Medien“. Warum eigentlich? Aus Pietät doch wohl kaum, so etwas kennen solche asozialen Netzwerke doch sonst auch nicht. Aber es liegt doch ein starkes öffentliches Interesse der Allgemeinheit vor, auf Facebook oder Twitter selbst zu schauen, was so ein vermeintlicher Terrorist die ganzen Jahre vorher gemacht und getan hat. Die Sperrungen machen da eher den Eindruck einer Zensur. Offenbar soll eine kritische Analyse durch die Allgemeinheit unterbunden werden. Und das in Zeiten, wo ohne das World-Wide-Web (übrigens auch eine RAND-Kreation) sonst nichts mehr geht.

Die Zeichen standen auf Sturm

Im Grunde war es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Spanien wieder Anschläge auf Leib und Leben harmloser Zivilisten geschehen. Das britische Auswärtige Amt warnte laut Express-Bericht vom 09.07.2015 bereits vor zwei Jahren davor, dass in Spanien ein hohes Risiko für „ISIS“-Anschläge gerade in der Ferienzeit bestünde. Auch der spanische Innenminister bestätigte damals: „Wir sind auf höchster Alarmstufe seit den Angriffen vom 11.März 2004 in Madrid“. Daran änderte sich auch 2016 nichts. Nach dem False-Flag-Anschlag von Brüssel im März 2016 war in Spanien weiterhin höchste Alarmstufe angesagt (Quelle: Elpais, 22.03.2016).

Seit 2015 gab es zahlreiche Warnungen an Spanien
 
Dabei hatte Spanien darauf gehofft, nicht mehr so stark ins Visier des „IS“ (oder ISIS) zu geraten, wenn es seine Beteiligung an der von den USA gesteuerten alliierten Bombardierung Syriens verweigert. So jedenfalls lautet die offizielle Version, die gestern auch noch mal im britischen Telegraph unter dem Tenor „Warnings missed“ beschrieben wurde. Tatsächlich wird genau anders herum ein Schuh daraus: Gerade weil Spanien den USA die Gefolgschaft beim Syrien-Feldzug verweigert hat, geriet es ganz besonders ins Visier des IS-Terror, denn der wird in Wahrheit von den USA aus inszeniert.

Der gestrige Anschlag in Spanien dürften höchstwahrscheinlich die Quittung für Spaniens Verweigerungshaltung gewesen sein. Nach diesem Anschlag dürfte die spanische Bereitschaft, künftig wieder an der Seite der USA beim Global Bombing teilzunehmen, deutlich gestiegen sein.

Sind die Toten wirklich tot?

Die etablierten Massenmedien werden in den nächsten Tagen in Sachen Barcelona noch so manche Sau durchs globale Dorf treiben – von der angeblichen „IS“-Täterschaft werden sie jedoch keinen Millimeter abweichen. Vor allem werden zu Tränen rührende Botschaften über die Toten postuliert werden, um den Hass auf den Islam weiter zu schüren. Hier lohnt es sich, genauer zu prüfen, wer die Toten sind, ob sie es wirklich sind oder ob mancher Tote schon wieder von den Toten auferstanden ist.

Sie meinen das klingt geschmacklos? – Wirklich geschmacklos ist etwas ganz anderes: Der Öffentlichkeit Tote vorzugaukeln, die es dort nicht gab. Das hatten wir in der Vergangenheit bei mehreren Anschlägen oder ungeklärten Flugzeugabstürzen. Bei False-Flag-Anschlag in Manchester haben sich im Nachherein einige Ungereimtheiten bei den vermeintlichen Toten herausgestellt, u.a. wurde ein Kleinkind mit Down-Syndrom als Toter ausgegeben, welches nie dort war. In Wahrheit wurde das Foto von einer US-Website geklaut, die sich mit Down-Syndrom-Kindern beschäftigt.

Auch vermeintliche Angehörige, die Interviews im Fernsehen geben, werden gerne erfunden bzw. durch Schauspieler gefakt. Eine Expertin dafür ist die bereits erwähnte Rita Katz, die im Fall James Foley daran beteiligt war, ein Interview mit angeblichen Angehörigen des „Enthaupteten“ zu führen. Wer aufmerksam hinsah, bemerkte den Schwindel, denn Schauspieler sind halt auch nur Menschen, die in gewissen Situationen plötzlich lachen müssen, obwohl sie laut Drehbuch trauern sollen. Lassen Sie sich also nicht täuschen, überwinden Sie die von den Medienberichten erzeugten Trauergefühle und blicken Sie hinter die Kulissen!

Montag, 14. August 2017

Ein klarer Fall von Fake News: Das Bundestagswahlgetöse und die selbsternannten „Faktenfinder“



„Die Tagesschau wird angesichts des Wahljahres besondere Anstrengungen unternehmen, um bewusste Falschinformationen aufzufinden und der Öffentlichkeit mit zusätzlicher redaktioneller Recherche geprüfte Fakten zur Verfügung zu stellen.“


Ha Ha Ha, guter Witz, nicht? Nein, nicht ganz, die ARD hat das ernsthaft gegenüber dem Onlinemagazin MEEDIA auf Nachfrage behauptet. Klingt wie schlechte Satire – oder wie purer Zynismus. Denn bei den zwangsgebührenfinanzierten Staatssendern sitzen wir bekanntlich in der ersten Reihe, wenn es um verlogene Propaganda rund um Wahlen geht. Dort versuchen sie dem Bürger immer noch weiszumachen, dass Wahlen ganz wichtig seien, dass man mit Wahlen etwas ändern könne und jede Stimme zählen würde. Ja, das stimmt ja auch, aber anders, als wir denken: Jede Stimme ist eine Stimme für das System – für ein System, dass sich mit Wahlen nicht abschaffen lässt.

Der Bock wird zum Gärtner: Soll Gensing seine eigenen Fakes finden?
 

Dabei gäbe es viele Gründe, dieses System abschaffen zu wollen, denn Politik für unser Volk wurde in den Parlamenten noch nie gemacht. Dafür aber jede Menge Vasallendienste für fremde Interessen, wie uns in den letzten Jahren kaum ein Politiker so deutlich vor Augen geführt hat, wie die Ex-FJD-Propagandachefin und Dauerkanzlerin Angela Merkel. Sie ist eine EU-Vasallin und Transatlantikerin bis auf die Knochen, ebenso wie ihr vermeintlicher Kontrahent Martin Schulz. Trotzdem wird nach US-amerikanischem Vorbild der Bundestagswahlkampf zu einem scheinbaren „Duell“ dramatisiert, als hinge das Schicksal Deutschlands davon ab.

Was konnten Wahlen verhindern?

Wieder mal. Denn im Bundestagswahlgetöse geht es ja immer um Deutschland. Nur anders, als wir meinen. Und vor allem anders, als die etablierten Massenmedien es uns erzählen. Werfen Sie einen kritischen Blick zurück: Konnten wir mit Wahlen die Abschaffung unserer Währung verhindern? Die Abschaffung unserer schützenden Grenzen? Den Ausverkauf unseres Volkseigentums von Bahn bis Krankenhäuser? Die Zerstörung unserer Solidargemeinschaft? Die Überflutung mit Millionen Fremden aus aller Welt? – Nein, wir konnten mit Wahlen noch nie etwas von dem verhindern, was unserem Land und unserem Volk durch die Politik angetan wurde. Egal, was oder wen wir wählten, es waren immer die Falschen und ihre Politik war immer fremdgesteuert – gegen uns und unser Land.

Taschenspielertrick „Kanzler-Duell“

Millionen Menschen haben die Schnauze voll von Merkel, der „obersten Chefin aller Schleuserbanden“. Als Alternative soll uns nun Martin Schulz schmackhaft gemacht werden. Ausgerechnet Schulz! Prüfen Sie den „politischen“ Werdegang dieses EU-Vasallen einfach mal selbst im Internet und stellen Sie sich die Frage, warum Herr Schulz freiwillig auf seinen hochdotierten, geruhsamen Posten als EU-Parlamentspräsident verzichtet hat, um einen mühsamen Wahlkrampf für die Sozis zu führen? Das ergibt nur Sinn, wenn der Mann vorher schon genau wusste, dass er aus propagandistischen Gründen als „Wahlvehikel“ benötigt wird. Im Gegensatz zum Wähler weiß Schulz ja auch jetzt schon, dass er Kanzler wird…

Dabei ist das vermeintliche „Duell“ zwischen Schulz und Merkel nichts als der übliche billige Taschenspielertrick, der uns von den Medien mal mehr, mal weniger plump als höchstdramatische Aktion präsentiert wird, um den Wähler an die Urne zu locken. Besonders plump treibt es zum Beispiel das scheinbar seriöse „Handelsblatt“ mit einem Schulz-Merkel Onlinespiel, bei dem der Nutzer in die Rolle einer der beiden Witz, pardon, Spielfiguren schlüpfen und ein paar dusselige Fragen beantworten soll. Die Fragen sind vollkommen dümmlich, oberflächlich und wertlos. Der Screenshot macht schon deutlich, auf welchem geistigen Niveau diese PR-Nummer angesiedelt ist. Für so blöd werden die Wähler also offenbar schon gehalten.
Volksverdummung beim "Handelsblatt": Wählen Sie eine Spielfigur...

Parteiendiktatur statt Volksherrschaft

Vielleicht sogar zu recht, denn viele glauben ja immer noch, dass sich mit Wahlen irgendwas verbessern lässt. Tatsächlich dienen Wahlen einzig dazu, dem Volk ein Gefühl von „Freiheit“ und „Demokratie“ zu suggerieren, obwohl beides nachweislich nichts als eine Illusion ist. Wäre es anders, dann hätten sich die Zustände in diesem Land nicht so schwerwiegend zum Nachteil der großen Masse unseres Volkes verschlimmern können. Die Herrschenden brauchen Wahlen nur zur Legitimation ihrer Macht, damit sie sagen können: Ihr habt uns gewählt, ihr habt uns den Auftrag zum Regieren gegeben, ihr hab es doch so gewollt. Was sie uns verschweigen: Es hätte sowieso nichts anderes gewählt werden können, als irgendetwas, dass nach ihren Spielregeln mitspielen muss. Das nennt sich „Parteiengesetz“ und ist im Grunde eine heimliche Diktatur: Wer als Partei o.ä. an Wahlen teilnehmen will, muss sich der politischen Doktrin des Systems unterwerfen. Ähnlich wie die „Blockparteien“ der DDR.

Von dieser heimlichen Diktatur ahnen die meisten Leute nichts und die Medienallianz sorgt dafür, dass die Büchse der Pandora verschlossen bleibt. Trotzdem kennen heute noch einige den alten APO-Spruch „Wenn Wahlen etwas ändern könnten, dann wären sie verboten“. Den sollten Sie im Hinterkopf behalten, wenn es in den nächsten Wochen auf allen Kanälen penetrant wird mit dem Wahltheater. Die BILD-Zeitung hat schon vor geraumer Zeit damit begonnen, Propaganda für die Bundestagswahlen zu betreiben. Online findet eine permanente Dauereinblendung von Wahl-Bannern statt, die wie Kinoplakate aufgemacht sind, die einen spannenden Thriller kurz vor der Premiere ankündigen sollen. Plump, primitiv aber knallig auf das typische „BILD-Publikum“ zugeschnitten.

Wahlkampfgetöse Marke Springer. Und der Ombudsmann erklärt uns die Welt.


Fakes reinwaschen mit dem Ombudsmann?

Eigentlich ein Fall für den neuen „BILD-Ombudsmann“, den der Springer-Verlag im Februar extra eingestellt hat, um seine eigene Propaganda reinzuwaschen, pardon, um den Wahrheitsgehalt der BILD-Artikel „unabhängig“ zu überprüfen. Wenn man das Gefühl hat, BILD könnte mal wieder lügen (wann hat man das nicht?), soll man sich vertrauensvoll beim Ombudsmann ausweinen:

"Wenden Sie sich an ihn, wenn Sie z.B. Zweifel an von uns genannten Fakten haben oder Fragen zur Quellenlage. Er wird dann unabhängig aufklären, ob wir falsch oder richtig liegen." (Quelle: Bild, 22.02.2017)

Ja, wenn wir uns an den wenden, dann bleibt von der täglichen BILD-Lektüre außer den Tittenbildern nichts mehr übrig. Und selbst da dürften so manche Titten noch falsch sein. Nein, also ganz im Ernst, der Onkel Ernst, also der Ernst Elitz, ist natürlich nicht unabhängig, schließlich wird er von denen beschäftigt, die er überprüfen soll. Tatsächlich dient der Altjournalist mit Meckerfaktor nur als nutzloser „Kummerkasten“ und soll den kleinen doofen Kinderlein die große Welt erklären. Mit Falsch oder richtig hat das nichts zu tun, es geht nur um Meinungsmache, die uns als Wahrheit verkauft werden soll. Wer diese Wahrheit anzweifelt, der wird nach dem Willen der neuen deutschen Mediendiktatur von Heiko Maas und Anette Kahanes Gnaden bald der strafbaren „Verbreitung von Fake News“ bezichtigt.

Die wahren Faker jedoch sitzen genau dort, wo man sich neuerdings der Verkündung der reinen Wahrheit rühmt, nämlich in den Redaktionen der etablierten Lügenpresse, wo gekaufte und politisch korrupte Hofberichterstatter im Bunde mit Geheimdiensten, Konzernkartellen und Spitzenpolitikern eine demokratische Scheinwelt für uns errichtet haben, bei der Wahlen Teil der medialen Staatssimulation sind. Nicht nur die BILD-Auflage müsste jeden Tag eingestampft werden, auch die „Tagesschau“ der ARD würde kaum mehr über den Bildschirm flimmern, wenn die selbsternannten Wächter der Wahrheit und ihre „Faktenfinder“ ihren Job ernsthaft ausführen würden. Aber wer sägt denn bitte den Ast ab, auf dem er selber sitzt?

ARD macht den Bock zum Gärtner

Patrick Gensing tut das sicher nicht. Sonst würde auch von seinen eigenen Ergüssen keine Zeile mehr übrig bleiben, denn der frischgebackene „Projektleiter“ der „ARD-Faktenfinder“ hat noch niemals nach Fakten gesucht, wenn es um primitive Polit-Hetze gegen Andersdenkende geht. Mit Ginseng, pardon Gensing als „Faktenfinder“ hat der Staatssender ARD im wahrsten Sinne des Wortes den Bock zum Gärtner gemacht und seine angebliche Absicht, sog. „Fake News“ verhindern zu wollen, selbst als einen Fake entlarvt.

Denn Gensing kann alles – außer Fakten.  Wenn es darum geht, seinen pathologischen Hass auf alles Deutsche und Nationale kund zu tun, verliert Gensing stets jegliche Objektivität, Sachlichkeit und Distanz. Frei von jedem Wahrheitsgehalt verfolgt er seine politische Doktrin des Staatsantifaschismus gepaart mit dem Schutz schmutziger Staatsgeheimnisse, zum Beispiel rund um das mediale Konstrukt des NSU-Phantoms, wo Gensing unter Ignorierung aller aus den Akten belegbaren Fakten die offizielle linke Version vom „rechten NSU-Terrornetzwerk“ aufrecht zu erhalten hilft. Hier setzt er fort, was er vor Jahren mit linksextremen Antifa-Portalen wie „publikative“ oder „NPD-Watch“ begann.

Wie sachlich und objektiv kann ein Journalist sein, der politisch dem kriminellen Antifa-Milieu und der grünennahen Denkfabrik „Heinrich-Böll-Stiftung“ nahesteht, gleichzeitig aber auch ganz im Sinne der US-Geostrategen billige westliche Propaganda betreibt, um die US-Kriege in aller Welt zu legitimieren? Antwort: Natürlich gar nicht. Und dann klopft so ein linientreuer BRD-Kader Sprüche wie diesen: "Wir wollen herausfinden, wie groß das Phänomen Fake News in Deutschland tatsächlich ist." (Quelle: Meedia, April 2017). Ja, da ist der bei der ARD genau an der richtigen Stelle und kann gleich bei sich selber anfangen. Er müsste ja am besten wissen, wie viel verlogenen PR-Mist er jeden Tag von sich gibt.

Vorgegaukeltes "Mitspracherecht"

Zur Kategorie Fake News im Bundestagswahlkampf zählen auch die allseits verbreiteten Umfragen, die ebenfalls dazu dienen, uns ein Gefühl von „Demokratie“ und „Mitspracherecht“ bei der großen Politik zu geben. „Ihre Meinung: Das soll auf die Deutschland-Agenda“, titelt zum Beispiel t-online am 14.08.2017 und gaukelt seinen Lesern vor, sie könnten der künftigen Regierung ernsthaft Themen vorschlagen und so Einfluss auf die Politik nehmen. Um das zu Glauben, muss man schon sehr naiv sein. Als ob sich je eine Regierung um die Wünsche des Volkes geschert hätte! 

Stimmen Sie ab, labern Sie mit - das ändert eh nichts!


Aber solche und ähnliche verdummenden Umfragen bzw. Mitmach-Gimmicks finden sich mittlerweile bei fast allen Massenmedien. Angefangen hat dieser Murks, als die Wahlbeteiligungen abschmierten und die Politik merkte, dass immer weniger Menschen einen Sinn im Wählen sahen, sondern lieber direkten Einfluss auf die Politik haben wollen. Das jedoch will die Politik auf keinen Fall, also muss auch hier kräftig simuliert und gegaukelt werden, um Mitbestimmung vorzutäuschen.

Die Bundestagswahl ist der größte Fake überhaupt. Sie ist Teil einer von vorn bis hinten gefakten Demokratiesimulation, die uns Wähler beruhigen und uns glauben machen soll, dass die Herrschaft von uns ausginge. Tut sie aber nicht. Das kann jeder sehen, schauen Sie sich die Zustände in diesem asozialen System einfach mal an. Kein normaler Mensch würde solche Zustände haben wollen oder freiwillig wählen.

Wer dieses System und seine Wahlen schönfärbt, rechtfertigt oder anderweitig propagandistisch flankiert, der verbreitet tatsächlich Fake News. Um das zu erkennen, braucht`s weder „Ombudsmänner“ noch „Faktenfinder“, sondern nur gesunden Menschenverstand.

Donnerstag, 10. August 2017

Geheimdienstzentrale Levalloise-Perret: Festigt die „Auto-Attacke“ auf Sentinelle-Soldaten den Dauerausnahmezustand?



Eine mysteriöse „Auto-Attacke“ bei Paris beschäftigt seit gestern früh Behörden, Politik und Medien. Schlagartig berichteten die bekannten Massenmedien unisono darüber, dass eine Gruppe von Soldaten nahe des Place de Verdun im Pariser Vorort Levalloise-Perret von einem Fahrzeug angefahren worden sei. Dabei seien sechs Soldaten verletzt worden, allerdings keiner davon lebensgefährlich.

Auch ohne Beweise in den Medien schon fast verurteilt


Nach bisherigen Berichten hätte ein Unbekannter mit seinem Fahrzeug in einer Sackgasse gewartet und als die Gruppe aus einem der umliegenden Häuser kam, um ihre Einsatzfahrzeuge für eine Streifenfahrt zu besteigen, fuhr der Wagen erst langsam auf die Gruppe zu und dann die letzten Meter mit großem Tempo in die Gruppe hinein. Wie der Wagen es dann geschafft hat, nicht zu stoppen bzw. nach dem „Stopp“ in der Gruppe flugs zu wenden und davonzubrausen, ist nicht überliefert. Demnach müssen die Betroffenen wohl Glück gehabt haben, dass der Wagen beim Wende-/Fluchtmanöver nicht noch ein paar Beine oder am Boden liegende Körper zermalmt hat.

Ausgerechnet Sentinelle-Soldaten

Bei der Gruppe Soldaten handelte es sich zufälligerweise ausgerechnet um Angehörige der „Operation Sentinelle“, einer von Militär und Geheimdiensten organisierten Einsatztruppe, die seit den „Terrorattacken von Paris 2015“ überall in der französischen Öffentlichkeit demonstrativ und schwer bewaffnet Streife läuft. Seit dem 13.11.2015 patrouillieren über 10.000 Mann, rekrutiert aus Polizei- und Militärreserveeinheiten, in vielen französischen Städten mit durchgeladener Waffe durch die Straßen und erwecken damit den Eindruck eines Kriegszustandes.

Ausnahme oder Dauerzustand?

Das sollen sie nach dem Willen der Mächtigen auch, denn von Hollande bis Macron sprechen führende Politiker ständig von einem Kriegszustand. Seit fast zwei Jahren herrscht in Frankreich deswegen offizieller Ausnahmezustand, der durch die Präsenz von bewaffneten Soldaten entsprechend suggeriert wird. Eigentlich sollte dieser Ausnahmezustand längst aufgehoben werden, aber zufällig immer dann, wenn von einem Ende des Ausnahmezustandes die Rede war, passierte wieder irgendwo etwas „Terroristisches“ und prompt wurde der Ausnahmezustand verlängert. Zuletzt war es das LKW-Attentat in Nizza, das den Ausnahmezustand bis in dieses Jahr ausweitete. Laut euronews-Bericht vom 09.06.2017 soll der Ausnahmezustand sogar per Gesetz zum Dauerzustand werden. Das Gesetz ist laut Tageszeitung „Le Monde“ in Planung und wurde schon im Ministerrat beraten. Der Vorfall in Levalloise-Perret dürfte den Machthabern auffallend gelegen kommen – es ist wieder einmal Wasser auf ihre Mühlen zu einem günstigen Zeitpunkt.

Ein Unbekannter und sein BMW

Die Polizei fand den vermeintlichen Attentäter verdächtig schnell. Das „dunkle Fahrzeug“ konkretisierte sich schnell zu einem „schwarzen BMW“. Davon gibt es ja nicht so viele, da hatte die Polizei es sehr leicht, ganz schnell den richtigen BMW zu finden. Presseberichte legen nahe, dass die Polizei sogar schon ein Kennzeichen hatte und nun ein bestimmtes Fahrzeug suchte. Praktischerweise war es ein Mietfahrzeug und die lassen sich im Gegensatz zu Privatfahrzeugen auf jeden Fall immer orten. Der Wagen wurde also geortet und auf der Autobahn A16 vor Calais gestellt.

Nach Logik der Polizei musste der Fahrzeugführer automatisch auch der Täter sein, denn «Er war im gesuchten Auto und hat versucht zu fliehen.» (Quelle: Tagesanzeiger, 10.08.17). Natürlich hätte der Fahrer auch längst ausgetauscht worden sein können, aber auf die Idee kam erst mal keiner. Dass jemand zu „fliehen“ versucht wenn ein großes bewaffnetes Polizeiaufgebot ihn in die Mangel nehmen will, muss noch lange kein Schuldeingeständnis sein, sondern kann auch ein panischer Reflex sein. Vor allem dann, wenn man in der Vergangenheit vielleicht schon mal gewisse Erfahrungen mit der Polizei gemacht hat. Wie das „Fliehen“ genau ausgesehen haben soll, wissen wir bis jetzt nicht wirklich. Die Polizei spricht oft sehr schnell von „Fluchtversuchen“ oder „Widerstand gegen die Staatsgewalt“, wenn sie ihr eigenes, überzogenes Handeln rechtfertigen und wohlmöglich strafbare Vergehen ihrer Beamten decken will.

Nur tote Täter sind gute Täter

Und überzogen war das Handeln der Polizei bei der Festnahme eines gerade mal bloß Verdächtigen auf jeden Fall: „Rund 260 Kilometer nördlich des Tatorts stoppte die Polizei den BMW, der einem Reuters-Zeugen zufolge von Einschusslöchern durchsiebt war.“ (Quelle: Tagesanzeiger, ebenda). Das Fahrzeug durchsiebt wie bei der Mafia? Da wollten die Beamten offenbar auf ganz Nummer sicher gehen, um den Mann am besten sofort umzubringen, pardon, um ihn zu „neutralisieren“, wie das im Schönsprech des Regierungssprechers Castaner heißt.

Das gelang vorerst nicht ganz, der Festgenommene überlebte und liegt im Krankenhaus. Ob er etwas mit der Sache in Levallois-Perret zu tun hat, dafür hat die Polizei bisher nicht die geringsten Anhaltspunkte. Als besonders fahrlässig muss die wilde Schiesserei der Polizei gewertet werden, wenn man weiß, dass sich in der Nähe eine Tankstelle befand (Bericht The Guardian, 09.08.17) und sogar einer der eigenen Beamten durch einen Querschläger verletzt worden ist. Warum dieser blindwütige, überzogene Einsatz, obwohl noch gar nichts sicher war?

Laut Medienberichten soll es sich bei dem Festgenommenen um einen 36jährigen Algerier handeln, der der Polizei bislang nur durch Kleinkriminalität bekannt gewesen sei. Das wäre vielleicht auch eine Erklärung für seinen „Fluchtversuch“, so es denn überhaupt eine ernsthafte Chance dazu gab. Algerier stehen in Frankreich unter Generalverdacht, da nimmt man lieber Reißaus, solange es noch geht. Aber im Grunde gibt es nichts, was den Mann verdächtig macht. Nicht mal das übliche Behördenpalaver: „Er habe eine Aufenthaltsgenehmigung und sei den Geheimdiensten nicht wegen einer möglichen Radikalisierung bekannt“, wie die taz vom 10.08.17 zu vermelden weiß. Möglicherweise ändert sich das noch, denn Geheimdienste leiden im Zusammenhang mit (von ihnen instruierten) Anschlägen oft an einer rätselhaften Amnesie und erst später wird klar, dass es wieder mal einer von „ihren“ V-Leuten war. 

roter Kreis links: Geheimdienstzentrale DGSI, roter Kreis rechts: Tatort


DGSI in der Nähe des Tatorts

Interessant dabei: Nur ein paar Querstraßen vom „Tatort“ am Place de Verdun entfernt hat der französische Geheimdienst DGSI seine Hauptzentrale für ganz Frankreich. Es ist schon sein seltsamer Zufall, dass ausgerechnet dort dessen Personal angefahren wird. Ausgerechnet in einem beschaulichen Vorort, wo Dienste und Militär eigentlich alles unter Kontrolle haben müssten, auch weil die Stadt laut Bürgermeister über eine umfangreiche Videoüberwachung mit CCTV verfügt. Was ist auf den Bändern zu sehen? Bislang gab es keine Angaben dazu. Es wäre nicht das erste Mal, dass Videokameras ausgerechnet dann nicht funktionieren, wenn ein „Anschlag“ passiert ist.

Eine plausible Tatortrekonstruktion fehlt bislang. Vielleicht gilt es ja als Allgemeinwissen und wird daher nirgends erwähnt, aber es lässt sich durch Netzrecherche auch mittels Bildern und Stadtplänen nicht herausfinden, aus welchem Gebäude die Gruppe Soldaten herauskam, wie lange sie auf der Straße unterwegs waren, welche Straße das genau war und wer davon wissen konnte. Vielleicht weiß das ja in Levallois-Perret sozusagen jedes Kind, aber in den Medien finden wir dazu bisher keine Einzelheiten. Üblicherweise müsste es in der Umgebung solcher Gebäude Videokameras geben, aber auch darauf gibt es noch keine Hinweise.

Mediale Hinrichtung

Stattdessen haben die Behörden sich offenbar dazu entschieden, den mutmaßlichen Verdächtigen auch ohne jegliche Beweise mit vollem Namen öffentlich an den Pranger zu stellen. Journaille-Schmeißfliegen von RTL sollen bereits die Familie des Mannes belästigt haben. Die mediale Hinrichtung hat also schon begonnen und wie wir im Fall Amri gesehen haben, endet diese nicht einmal mit dem Tod. Es wird interessant zu verfolgen sein, ob es überhaupt noch offene Ermittlungen in alle Richtungen geben wird oder ob die Behörden ihr (PR-) Ziel mit dem Brutalo-Einsatz gegen einen mutmaßlichen Verdächtigen bereits erreicht haben.