Dienstag, 1. August 2017

Barmbeker Messerstecher: Bundesanwaltschaft führt in die Irre / Ein Täterfoto gibt Rätsel auf



Nach wie vor ist völlig unklar, warum der vermeintliche „Killer von Barmbek“ (MOPO, 30.07.2017) erst friedlich einkaufte, in einen Bus stieg und dann wieder ausstieg, um zurückzukehren und ein Messer aus dem Regal zu ergreifen. Die Vermutung der Hamburger Polizei, dass der Mann psychisch krank sei, dürfte derzeit die plausibelste Erklärung sein. Das widerspricht jedoch dem „Terroralarm“, den die Medien bundesweit veranstalten. Hat deshalb jetzt die Bundesanwaltschaft den Fall übernommen, um der Messerstecherei die gewünschte politische Dimension verleihen zu können?

Der "Killer" mit dem freundlichen Bewerbungslächeln


Ahmad, der Blitzterrorist

Die Bundesanwaltschaft hat eine eher fragwürdige Theorie parat: Angeblich habe sich der Täter „wohl selbst radikalisiert“ und „wollte als Märtyrer sterben“. (Quelle: MOPO, 31.07.2017). Viel Zeit zur Planung seiner „islamistischen“ Tat blieb dem vermeintlichen Täter Ahmad A. aber nicht, denn laut Bundesanwaltschaft habe sich der Mann „erst zwei Tage vor der Tat“ überhaupt erst zu einer „entsprechenden Lebensweise“ entschlossen. Und gleich zwei Tage später soll er beschlossen haben,  „ein Attentat zu begehen – verbunden mit der Hoffnung, als Märtyrer zu sterben“ (Quelle: WELT, 31.07.2017). Wurde Ahamd A. also im Zeitraffer zum „Blitzterroristen“ (gemacht) ?

Der Tathergang passt überhaupt nicht zur Theorie der Bundesanwaltschaft, denn der Täter war für seine „beschlossene“ Tat weder von vornherein bewaffnet noch machte er danach den geringsten Versuch, sich selbst umzubringen oder umbringen zu lassen. Vielmehr flüchtete er, wie es jeder Messerstecher nach einer solchen Tat tun würde. Die Tatwaffe musste der verhinderte „Märtyrer“ erst einmal im Supermarkt entwenden. Für einen Märtyrertod war das Messer allerdings die falsche Wahl, denn Harakiri ist eine sehr selten angewandte Selbstmordmethode, zu der nur wenige fähig und in der Lage sind.

Propaganda statt Ermittlungen

Es drängt sich die Frage auf, woher die Bundesanwaltschaft ihre Weisheiten über den „Blitzterroristen“ haben will. Etwa vom vermeintlichen Täter selbst? Von dem, der sich laut BILD-Zeitung im Nachherein selbst als „Terrorist“ bezeichnet haben soll? Welchen Wert sollte eine solche Aussage eines geistig verwirrten Mannes haben? Und was sollen wir davon halten, wenn eine Bundesanwaltschaft derlei offenkundig unglaubwürdige Ansichten öffentlich propagiert?

Aus der Vergangenheit wissen wir, dass es in der Regel nichts Gutes bedeutet, wenn die Bundesanwaltschaft Ermittlungen übernimmt. Bei der Bundesanwaltschaft denken wir an bis heute unaufgeklärte angebliche „RAF“-Attentate, an bis heute unaufgeklärte angebliche „NSU“-Morde, an Geheimdienstverstrickungen, Vertuschung und Irreführung im großen Stil. Im Grunde ist klar: Wenn die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen an sich zieht, dann ist es mit dem Ermitteln bald vorbei. Da geht es vor allem um politische Propaganda und darum, aus Gründen der Staatsräson Ermittlungen in eine falsche Richtung zu lenken. Da kann aus einem geistig verwirrten Südländer mit dem für Südländer üblichen Aggressionspotential ganz schnell ein „terroristischer Attentäter“ werden, weil es die bundespolitische Lage gerade erfordert.

Woher stammt das Täterfoto?

Bislang ist nach wie vor ungeklärt, ob es sich bei dem Mann, der aus dem Bus ausstieg, um denselben Mann handelt, der zuvor eingestiegen war. Rätsel gibt ein Foto des vermeintlichen Täters auf, das seit dem 29.07. durch die Medien geistert. Sicher ist dem einen oder anderen Betrachter schon aufgefallen, dass dieses Foto recht professionell wirkt, der Mann auf dem Bild ist gut in Szene gesetzt worden und lächelt freundlich wie auf einem Bewerbungsfoto.

Es fällt schwer zu glauben, dass es sich um einen zufälligen Smartphone-Schnappschuss eines Mitbewohners aus dem Asylantenheim handeln soll. Genau das behaupten manche Medien aber und das müssen sie auch, denn: Wie und warum soll eine professionelle Portraitaufnahme ausgerechnet des späteren Attentäters denn sonst im Vorwege zustande gekommen sein? 

Jaafer Abdul Karim will das Foto von einem Mitbewohner bekommen haben


Der libanesische TV-Moderator in Diensten des deutschen staatlichen Auslandsrundfunk, Jaafar Abdul Karim, behauptet auf seiner Twitterseite am 29.07.2017, er habe dieses Foto von einem „Room Neighbour“, also einem Raumnachbarn / Mitbewohner des vermeintlichen Täters erhalten. Die BILD-Zeitung (s.o.) versucht diese Behauptung zu unterstützen, indem sie das Foto in ihrem Bericht als „Privatfoto“ deklariert. In der Hamburger Morgenpost vom 30.07.2017 wird jedoch die wirkliche Quelle des Fotos genannt, nämlich der Bildjournalist Rüdiger Gärtner. Wenn Gärtner das Foto gemacht hat, dann hat Karim gelogen, denn Gärtner wohnte sicher nicht als Raumnachbar im Asylantenheim.

Laut MOPO hat Rüdiger Gärtner den "Täter" portraitiert. Aber wann? Und Warum?


Gärtner ist Profi-Fotograf und betreibt in Hamburg die Rundfunk- und Medienproduktionsfirma „Blickpunkt-Hamburg“. Hat der Profi-Fotograf die Aufnahme gemacht, die den vermeintlichen Täter zeigt? Wenn ja, zu welchem Zeitpunkt und warum? NACH der Tat kann es nicht mehr gewesen sein, die Aufnahme müsste also früher entstanden sein. War Gärtner früher vielleicht schon mal in dem Asylantenheim und hat dort zufällig ein wunderschönes Portraitfoto ausgerechnet vom späteren vermeintlichen Täter gemacht? Oder ist Gärtner anderweitig in den Besitz des Fotos gelangt, so dass er es als sein Werk ausgeben darf?

Dagegen spricht die Behauptung des TV-Moderators Jaafar Abdul Karim, der das Foto direkt von einem Mitbewohner aus dem Asylantenheim erhalten haben will. Bei Karim wäre es allerdings nicht verwunderlich, wenn er eine dubiose Rolle in diesem Fall spielen würde, denn immerhin betreibt der Mann seit Jahren gut bezahlte westliche Überfremdungs- und Flüchtlingspropaganda in Diensten des deutschen Staatsapparates über die so genannte „Deutsche Welle“.

Sind crisis actors im Spiel?

Die Frage, wann, warum und von wem ausgerechnet der spätere vermeintliche Attentäter so professionell abgelichtet wurde, könnte ein wichtiger Hinweis für die Ermittlungen sein, denn wenn die Aufnahme tatsächlich VOR der Tat von einem Profi-Fotografen gemacht wurde, dann war das möglichweise kein Zufall, sondern Teil der Vorbereitung zur späteren Tat. Oder zeigt das Foto gar nicht den wirklichen Täter? Immerhin soll der Täter angeblich ein isolierter Eigenbrötler, psychisch verwirrt und ein brutaler Killer gewesen sein, was so gar nicht zur Ausstrahlung des freundlich lächelnden Modelgesichts auf dem Foto passt. Sind bei der ganzen Sache vielleicht Krisendarsteller (crisis actors) involviert, von denen einer mit diesem Foto als „Täter“ präsentiert wird?

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